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Teil V:
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Am 1. Februar 1985 wurde Siegfried Frommeyer Pfarrer in Messingen. Im Herbst des Jahres, in dem er seine neue Stelle antrat, wurde der Korpus des alten Kreuzes, das lange Jahre auf dem Friedhof gestanden und dann in der Leichenhalle gewesen war, restauriert und mit einem neuen Kreuz versehen, das im Altarraum der Pfarrkirche freischwebend aufgehängt wurde.
In Pfarrer Frommeyers erste Messinger Jahre fällt auch der Bau des Antonius-Hauses. – Anlässlich der Sanierungsbedürftigkeit des Kindergartens kam der Gedanke auf, dieses Gebäude um ein Jugendheim zu erweitern. Nach vielen Verhandlungen mit politischen und kirchlichen Gremien wurde der Neubau beschlossen und ausgeführt. Im August 1986 erfolgte der erste Spatenstich, und am 12. Dezember desselben Jahres die Grundsteinlegung. Am 19. Juni 1987 konnte Weihbischof Kettmann die Einweihung vornehmen. Das an den Kindergarten angebaute Gebäude wurde mehr als ein Jugendheim. Es wurde ein Gemeindezentrum, das nicht nur Jugendgruppen, sondern auch Frauengruppen, Mutter-und-Kind-Gruppen sowie den verschiedenen Vereinen der Gemeinde zur Verfügung steht. – So war ein Gebäudekomplex entstanden, der Gemeindehaus, Kindergarten, Pfarrbücherei und eine Wohnung unter einem Dach vereinte. Zwei Garagen und ein großer Kinderspielplatz vervollständigen das Ganze. Am 1. Dezember 1987 konnte die Pfarrgemeinde das 40jährige Dienstjubiläum ihres Küsters August Roosmann feiern. Das Jahr 1988 war sowohl für die politische Gemeinde als auch für die Pfarrgemeinde Messingen ein denkwürdiges Jahr. Wir feierten das 1150jährige Bestehen des Dorfes und den 125. Jahrestag der Weihe unserer Pfarrkirche. Dieses Doppeljubiläum wurde anlässlich der Gemeindemission am 28. Februar mit einem Festgottesdienst eröffnet, der vom Norddeutschen Rundfunk direkt übertragen wurde. Keine vier Jahre nach der Fertigstellung des Antonius-Hauses packte unsere Kirchengemeinde ein neues großes Bauvorhaben an, nämlich die umfassendste Renovierung unserer Kirche seit ihrem Bestehen. Im Februar 1991 begann die Sanierung der Außenmauern und der Anbau an der Nordseite, der die neue Sakristei und die Beichtkapelle aufnehmen sollte. Am 22. Februar 1993 wurde mit der Innenrenovierung begonnen. Die Kirche erhielt einen neuen Fußboden und eine neue Elektroinstallation. Zudem wurde sie neu ausgemalt. Dabei erhielten die Herz-Jesu-Statue und die Heiligenfiguren ihre ursprünglichen Farben zurück. Dazu kam eine Umgestaltung der Inneneinrichtung. Die alte Sakristei wurde jetzt Taufkapelle und nahm auch den alten Beichtstuhl auf, der wegen der neuen Beichtkapelle als solcher nicht mehr gebraucht wurde. Wo früher der Beichtstuhl war, entstand jetzt eine Marienkapelle mit der Muttergottes-Statue, die vorher ihren Platz im Altarraum hatte. Die Herz-Jesu-Statue kam an die Stelle des abgebauten Predigtstuhles, dessen Aufgabe nach der Liturgiereform ja der Ambo übernommen hatte. Die Erneuerungen im Altarraum umfassten die Renovierung des Hochaltars und die Wiederherstellung des Tabernakels in seiner alten Form, die Anschaffung eines neuen Ambo und einer neuen Lampe für das ewige Licht sowie die Aufstellung eines steinernen Altars, der den nach der Liturgiereform vom Messinger Tischler Jacobs angefertigten hölzernen ersetzte. Der neue Altar nahm Reliquien des seligen Adolf Kolping auf. Dieselben waren am 14. Januar 1993 durch Pastor Frommeyer mit Abordnungen von Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und Kolpingfamilie von Köln nach Messingen gebracht worden. Die Altarweihe erfolgte am 4. Juli 1993. Im Zusammenhang mit diesem Ereignis wurde vor der Kirche rechts ein steinernes Denkmal errichtet, das eine von Krautwald geschaffene Bronzeplatte ziert, die Bild und Lebensdaten des seligen Adolf Kolping zeigt. Den Abschluss der gesamten Erneuerungsarbeiten bildete die Pflasterung des Platzes vor der Kirche, bei der die Steine so gelegt wurden, dass sie ein Antonius-Kreuz abbilden, ein T mit Glöckchen. – In diesem Zusammenhang muss man auch das im Vorgarten des Antonius-Hauses aufgestellte Denkmal nennen. Es zeigt unseren Kirchenpatron in Lebensgröße mit einem Buch in der Hand und einem Schweinchen zu seinen Füßen, in Bronze gegossen. Dieses Standbild, Geschenk eines Stifters, der nicht genannt werden will, wurde am 27. Mai von Bischof Franz-Josef Bode gesegnet, als er zur Visitation und, um das Sakrament der hl Firmung zu spenden, in Messingen weilte.
Ostern 2005 wurde unsere Kirche weiter verschönert durch einen 12-armigen romanischen Radleuchter, der vorher im Dom zu Osnabrück hing.
Bitte lesen Sie weiter im
Teil VI: Priester, die aus unserer Pfarrgemeinde hervorgegangen sind
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Teil I: Kapellengemeinde Messingen (1295), Erhebung zur eigenen Pfarrei (1806) bis zum Neubau der St.-Antonius-Pfarrkirche (1862)
Teil II: Neubau der Kirche (1862) bis Umpfarrung der (politischen) Gemeinde Brümsel von der Pfarrgemeinde St. Georg Thuine nach St. Antonius Messingen (1921)
Teil III: Amstzeit Pfarrer Waterloh, Pfarrer Vehner und Pfarrer Dobbe (1937 bis 1969)
Teil IV: Amtszeit Pfarrer Clemens (1969 bis 1985)
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